Kernspintomographie (KST) / Magnetresonanztomographie (MRT)

Unser Kernspintomograph Siemens Essenza 1,5 Tesla

Allgemeine Informationen

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie (KST)  genannt, ist ein modernes Diagnoseverfahren, dass, ähnlich wie die Computertomographie, eine Vielzahl an Schichtaufnahmen liefert, die einen Vergleich und eine Orientierung an anatomischen Schnitten derselben Region zulassen und oft eine hervorragende Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen sowie von Herz- und Gefäßdarstellungen erlauben.

Auch die Darstellung des Sehnen und Bänderapparates ist wesentlich präziser als bei der herkömmlichen Röntgendiagnostik.

Im Vorteil bezüglich der Strahlenbelastung befindet sich die Kernspintomographie gegenüber anderen Röntgenuntersuchungen auch, da sie nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit starken, für den Menschen aber völlig unbedenklichen Magnetfeldern und Radiowellen, arbeitet.

Hierbei wird die magnetische Eigenschaft von (sich im menschlichen Körper befindlichen) Wasserstoffatomen für die Erstellung von Bildern genutzt.

Beispielbild MRT
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Untersuchungsablauf

Der Untersuchungsablauf ähnelt dem einer Computertomographie.

Zu Beginn der Untersuchung werden Sie auf einer bequemen Liege gelagert und anschließend in die Gehäuseöffnung des Magneten hinein gefahren. Für einige Untersuchungen wird im Bereich der zu untersuchenden Region eine zusätzliche Spule positioniert. Dies dient der Verbesserung der Bildqualität und wird Sie im Normalfall nicht beeinträchtigen

Während der Untersuchung treten regelmäßig Klopfgeräusche an und ein abschwellendes Brummen auf. Diese Geräusche entstehen bei der Erzeugung des Magnetfeldes. Während der Untersuchungszeit bekommen Sie deshalb Ohrenstöpsel bzw. einen Kapselgehörschutz. Zusätzlich halten Sie während der Untersuchung einen Signalgeber in der Hand, mit dem Sie uns anzeigen können, wenn Sie Hilfe brauchen. 

Sie haben während der gesamten Untersuchung Sprechkontakt mit den Sie betreuenden Mitarbeitern am Gerät. Während der Untersuchung wird beständig frische Luft am oberen Ende der nur 140 cm langen Röhre zugeführt. 

Die Untersuchungszeit für Untersuchungen des Bewegungsapparates ohne Kontrastmittel beträgt im Normalfall etwa 20 – 30 Minuten. Beachten Sie bitte, dass diese Zeitfenster sich auf den Untersuchungsablauf beziehen. Im Tagesablauf kann es durch verschiedene, unvorhergesehene Dinge zu Abweichungen zu Ihrer Terminzeit kommen.

Was Sie beachten sollten

Untersuchungen während einer Schwangerschaft sind in besonderen Fällen nach Rücksprache mit dem Arzt möglich. 

Metallische Prothesen, Schrittmacher, Insulinpumpen, Ohrimplantate u.a. im Körper fest implantierte Geräte oder nicht zu entfernende Metallsplitter, eine Spirale, Gefäßclips u.ä. schließen diese Art der Untersuchung aus, sofern es sich hierbei um magnetische Metalle handelt! 

Materialien wie z. B. Titan sind jedoch MRT-tauglich. Seit ca. 2000 / 2001 wurden überwiegend nur noch MRT taugliche Materialien in Deutschland verwendet. Ihr Implantatsausweis gibt Ihnen zu der Beschaffenheit des Material in den meisten Fällen Auskunft, bei Unklarheiten sprechen Sie uns gerne an. 

Untersuchungen bei Patienten mit Funktionsimplantaten (Ports, Schrittmacher – auch biologische – etc.) führen wir nicht durch. Uhren, Zahnersatz, Hörgeräte, Schmuck, Schlüssel, Geldbörse, Messer und Magnetstreifenkarten aller Art können wegen der Magnetfelder nicht mit in den Untersuchungsraum genommen werden.

Um einen für Sie weitgehend reibungslosen Ablauf der Untersuchung bereits im Vorfeld zu ermöglichen, ist es gut wenn Sie am Tag der Untersuchung in unserer Praxis möglichst Bekleidung ohne Metallteile tragen.

Platzangst?

Wenn Sie zu Beklemmung in engen Räumen neigen, können Sie nach Absprache eine Begleitperson (die wie Sie auch keine Metallteile etc. im Körper haben darf) mit in den Untersuchungsraum nehmen. 

Bei ausgeprägteren Phobien lassen Sie sich bitte ein Beruhigungsmittel von Ihrem behandelnden Arzt verordnen, welches Sie dann nach Maßgabe des Arztes vor der Untersuchung einnehmen. Beachten Sie bitte, dass Sie nach einer solchen Medikamenteneinnahme nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Sie sollten sich daher zu dieser Untersuchung begleiten lassen.

An dieser Stelle noch ein paar Informationen zum Gerät: Länge der Röhre – 140 cm, Durchmesser 65 cm. Die Röhre ist an beiden Seiten offen, d.h. Sie fahren bei der Untersuchung nicht in ein geschlossenes Rohr!

Bei Untersuchungen von Fuß, Sprunggelenk oder Knie werden Sie so gelagert, dass nur die Beine voran in das Gerät einfahren. Der Kopf und der Oberkörper bleiben frei im Raum.

Sollten zu diesem Bereich noch weitere Fragen offen sein, geben Sie uns gerne Bescheid.

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